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Heute geht es mir körperlich besser als an den vergangenen beiden Tagen, ich bin wieder einigermassen hitzebeständig. Dazu muss man auch sagen, dass jetzt die
heisseste Zeit des Jahres anbricht und in Thailand deshalb die Schulferien beginnen. Diese Hitze kann auch ein Grund sein, wieso es derzeit so schwierig ist (heute
36°/gefühlt 41°).
Frühstück gibt es im Hotel und gegen 7:45h bin ich auf der Strasse. Beginnen tut die Tour wieder auf der doppelspurigen Strasse, heute auf der 406 Richtung
Norden. Mehr als 15 Kilometer folge ich ihr bis Chalung, hier gibt es dann die Tafeln
'Thai-Malaysia Border' (allerdings falsch geschrieben, wie sooft auf den Tafeln in Thailand) und ich biege rechts auf die 4184 ab. Erste Pause bei einem
Laden, in dem es ein gutes Honiggetränk gibt, das ich bislang noch nicht entdeckt hatte.
Bis zu einer Kurve vor Ban Tung Ma Prang verläuft die Strasse
Nordosten, nach einem Knick Richtung Südosten. Ab jetzt steigt es auch leicht, aber kontinuierlich, und man fährt durch den Dschungel, kurz vor der Grenze auch
durch ein Nationalparkgebiet.
Kurz vor dem Grenzübergang Wang Prachan Wang Prachan gibt es einen
Markt, wo ich noch einige Thai-Baht loswerde - dann gehe ich den Grenzübertritt an. Auf Thai-Seite habe ich dann Glück: ich werde von einem Grenzer abgefangen,
der, wie sich herausstellt, selbst Reiseradler ist! Er zeigt mir viele Fotos von Reiseradlern, die über 'seine' Grenze gefahren sind, und sagt mir, dass fast
täglich welche durchkommen. Auch ein Foto von seiner Jerusalem-Radtour zeigt er mir - finde ich echt lustig! Nach einem gemeinsame Foto ist die Sache schnell
erledigt, ich verabschiede mich und fahre weiter auf die malaysische Seite.
Dort dauert die Prozedur dann etwas länger, weil eine längere Schlange vor dem Schalter steht - cirka 15 Minuten Wartezeit. Die Einreise geht dann hurtig, nicht
einmal ein Formular ist auszufüllen, nur die Fingerabdrücke der Zeigefinger werden gescannt, das war's dann und ich bin in Land Nummer 6 auf dieser Tour. Ich bin
alles andere als gut informiert über das Land, weiss nicht einmal, ob sie rechts oder links fahren - sie fahren links, das stellt sich schnell heraus - und kenne
auch den Umrechnungskurs noch nicht!
Nach der Grenze beginnt die Steigung dann so richtig, über Serpentinen schraubt man sich 300 Höhenmeter durch den Dschungel hinauf. Die Strasse ist gut bis
exzellent - wenn das so bleibt, wäre das cool! Nach dem Pass hat man schon Sicht auf die Küste, die allerdings noch gute 40 Kilometer entfernt ist. Nach der
Abfahrt ist alles flach, teilweise mindert Gegenwind den Fahrspass. Ansonsten sieht hier alles recht ordentlich und aufgeräumt aus, mal schauen, ob das auch
weiterhin der Fall ist.
Bei KM75 habe ich Kangar Kangar erreicht, eine
etwas grössere Stadt - vielleicht hätte ich hier übernachten sollen. Ich radle noch weiter bis zur Küste und suche dann in Kuala
Perlis Kuala Perlis ein Hotel.
Gar nicht so einfach: das erste ist zu teuer, das zweite zu grindig, das dritte eine gerade noch erträgliche Mischung aus den beiden. Ich zahle €20,--, in Thailand
hätte ich da sicher etwas Besseres bekommen. Die Stadt ist nicht so berauschend, ist aber auch eine Hafenstadt, wo die Fähren zu diversen Inseln weggehen und die
sind oft anders als der Rest. Ich bin hier jetzt wirklich in reiner Moslem-Area, alle Frauen tragen Kopftuch, die Freundlichkeit hat man hier nicht so gepachtet
wie in Thailand. Es ist halt diese typische Moslem-Art, wie ich sie schon von einigen Ländern kenne - ich muss erst wieder daran gewöhnen ...
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