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Datum

18.06.2024

Etappe

Labuan Jambo(RI) - Doromelo  

Activities

Distanz

67 km

↑Meter

859 hm

Fotos

17

Karte / Track

1

Ich starte  kurz nach 6h und das Yo-Yo begleitet mich von Beginn an. Aber das war mir bekannt und kommt daher nicht überraschend. Das Verkehrsaufkommen ist nach Labuan Jambo wie abgeschnitten - offensichtlich und wie sich zeigt ist dieses Verbindungsstück zwischen dem westlichen und dem östlichen Teil der Insel sehr abgelegen und es findet wenig Austausch zwischen den beiden Inselteilen statt. Es ist dies der ruhigste Fahrtag in Indonesien seit Sumatra und rund 2.000km!

Auf den ersten 35km ist auf meiner Karte kein einziges Dorf eingezeichnet, hauptsächlich wird hier Landwirtschaft betrieben. Es gibt zwar die eine oder andere Siedlung - bis auf die Karte geschafft haben sie es aber nicht. Vom Streckenprofil her ist es am ersten Teil so, dass die Ansteige und Abfahrten kurz sind und man kaum höher als 40 Meter kommt, dann geht's schon wieder runter. Auf einer dieser Kuppen mache ich bei KM27 die erste Pause.

Zur Halbdistanz nach 33km bin ich in Kwangko, es geht in der gleichen Tonart weiter, erst nach 42km die erste Steigung mit Abfahrt auf knapp 100hm nach Dusun Napa, immer wieder schöne Ausblicke auf die Küste und die in diesem Bereich vorgelagerten Inseln. Ich bin jetzt 50 Kilometer gefahren und jetzt geht es auf den Berg hinauf, wobei laut GPS-Track einige abenteuerliche Anstiege dabei sein müssen.

Ganz so schlimm wird es dann nicht, die Prozentangaben im Höhendiagramm haben da offensichtlich nicht gestimmt - ganz normaler Anstieg über mehrere Kilometer mit schöner Aussicht. Dann ist die Arbeit für heute auch schon getan und ich habe eine Abfahrt, auf der ich noch eine indonesische Familie kennenlerne - die Kinder wollen unbedingt eine Foto mit mir machen!

Zum Abschluss noch Ausrollen nach Doromelo, einem kleinen Ort, in den ich mir ein Zimmer gebucht habe. Hier gibt es das einzige erträgliche Zimmer in der Umgebung, selbst in der grösseren Distrikthauptstadt Dompu findet man nur die Einheimischenunterkünfte. Die Unterkunft heisst 'Juliana Homestay' und Juliana hat hier wirklich eine tolle Anlage geschaffen. Sie kennt aber auch den Tourismus aus 10 Jahren Bali-Erfahrung und hat sich hier erst vor einiger Zeit nach ihrer Rückkehr von Bali - 'Too many tourists there', wie wahr! - selbständig gemacht. Glücksfall, so habe ich wenigstens heute ein gutes Zimmer.

Für morgen ist die Unterkunft auch kein Problem, dann wird's problematisch: In Sape kann ich im einzigen Touristenhotel kein Zimmer mehr buchen - übermorgen nicht und einen Tag danach auch nicht. Das Problem dabei: Das ist der Fährehafen und es kann sein, dass ich dort bis zu 3 Tage auf das Schiff warten muss, weil es total unregelmässig fährt. Das wird wrklich noch eine beschissene Abchlussübung, bevor ich dann auf die Insel Flores übersetzen kann ...

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