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Frühstück gibt es ab 6h - das ist gut so. 30 Minuten später von ich on the road, zuerst muss ich einmal aus Bengkulu heraus. Und das dauert: 15 Kilometer geht es
auf der Doppelspurigen bei Regen Morgenverkehr durch das Ballungsgebiet, vorbei am Flughafen, bis sich die Strasse auf eine Spur reduziert.
Nach Jenggalu bei KM21 stellt sich dann die
grosse Frage: Wie weiterfahren auf den nächsten 70km? Die Strasse teilt sich in die Küstenstrasse und die weiter oben verlaufende und tritt sich erst bei KM90
wieder, dazwischen kein Wechsel möglich. Liebend gerne würde ich die Küstenstrasse fahren, aber als ich sehe, dass ihr Zustand schon auf den ersten Metern sehr
schlecht ist, muss ich davon ablassen. Zu gross ist die Gefahr, dass sie irgendwo umpassierbar bzw. grottenschlecht ist und ich dann vielleicht dutzende Kilometer
zurückfahren. In diesem Fall also lieber die sicheren Variante!
lDer starke Verkehr bleibt mir KM30 erhalten, dann wird es besser, man fährt nicht mehr nur durch besiedelten Gebiet und auch die Strasse ist jetzt weniger
löchrig. Vor 9h bin ich in Tumbuan und habe fast ein Drittel der
heutigen Distanz gemacht und pausieren hier. Auffallend ist, dass hier in Küstennähe - die Strasse verläuft meist 5 bis 10km von der Küstenlinie, das Wasser sieht
man nie - die Luft doch bedeutend besser ist als im Inneren der Insel, bei weitem nicht so stickig! Steigungen hat es bisher noch nicht viele gegeben, die
kommen aber auf alle Fälle noch.
Genau, und sie kommen gleich jetzt direkt nach der Pause und bleiben mir erhalten bis zum Ende. Meist kommt man auch nach längeren Steigungen nicht über 30 bis 50
Höhenleter hinaus, dann geht es wieder runter. Die Strasse kann man gottseidank keinesfalls als Transitstrasse bezeichnen, sie ist zwar etwas belebter, aber
durchaus gut zu fahren, wenig Schwerverkehr. Noch ein Detail zu den LKW in Indonesien: es gibt hier keine Sattelschlepper oder LKW mit Anhänger, was als Radfahrer
natürlich positiv ist.
Nach 58km bin ich in Tais Tais, dem grössten Ort
entlang der heutigen Strecke. Schmucke Einfahrtsstrasse, vom Ort sehe ich nichts. Weiter geht's durch die Hügel, immer wieder schöne Reisfelder neben der Strasse.
Je länger ich fahre, desto stärker die Steigungen. Als der Muezzin zum Muttagsgebet ruft, bin ich bei KM85 in den Hügeln, danach kurze Mittagspause - es ist
mächtig heiss.
KM95, Gelombang Gelombang, hier machtdie
Strasse einen Knick Richtung Küste. Die Richtung wechselt, die Hügel bleiben. Starker Wind setzt ein und lässt mich nicht richtig vorankommen. Bei KM108 komme ich
in Ketapang
Baru endlich an die Küste. Jetzt geht es einmal 5km die Küste entlang, sehr schön zu fahren, bevor die Strasse wieder ins Inland abbiegen, da
einige Flussmündungen grossräumig umfahren werden müssen.
Letzte Trinkpause bei KM123 - von mir aus könnte Schluss sein, aber da gehen schon noch einige Steigungen, bis ich endlich in Mana Mana einfahre. Ich muss
jetzt erst auf Hotelsuche gehen, da für dieses Kaff keine Online-Buchung möglich war. Der ganze Ort wirkt auch nicht besonders einladend - wieder einmal eine reine
Etappenstadt. Nachdem ich mehrere Hotels angefahren bin, nehme ich dann eines. Echt indonesisches Hotel, aber wenigstens halbwegs sauber.
Was gibt es sonst noch von der Strasse? Heute eine Hundeattacke, allerdings war das eher ein harmloses Gebelle. Und weiters: durch die ständigen
Strassen-Begrüssungen mit 'Hello Mister' - gibt es auch noch in den selteneren Varianten 'Hey Mister' und 'Hi Mister' - hat sich eine Hörstörung eingestellt, die
sich so äusserte, dass ich heute von der Navigations-App ein 'Mister, in 300m rechts abbiegen' hörte! War nur ein Mal der Fall, sodass ich hoffe, dass es
keine nachhaltige Störung ist ...
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