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Die Moskitos hier sind besonders lästig und zahlreich, aber so ist das an der Küste. Gestochen worden bin ich Gott sei Dank nicht so oft, aber von der Anzahl der
Stiche hängt es ja nicht unbedingt ab, ob das böse endet, wie ich weiss ...
Um 6:15h bin ich schon auf der Strasse - die ersten 10 Kilometer bis Talibura Talibura sind schön flach
zum Einfahren und verlaufen entlang der Küste, dann entfernt sich die Strasse von der Küste und es beginnt leicht zu steigen. Ich komme nach Nebe Nebe - hier müsste ich
links abzweigen, wenn ich nicht auf der Trans-Flores weiterfahren will. Nachdem die Hauptstrasse aber frei sein soll und die Umfahrung doch etwas unvorhersehbar
ist, bleibe ich auf der Trans-Flores. Bald geht es dann richtig zur Sache bei der Steigung, oft muss ich wieder mit dem kleinsten Gang fahren. Der Anstieg ist vor
allem auch lang, nämlich 20 Kilometer und dabei geht es auf 600hm hinauf.
Das Bankett ist in weiterer Folge immer mit Vulkanasche bedeckt. Die Begrüssungen an der Strasse sind auch heute zahlreich, laut und gehen mir schon extrem auf die
Nerven. Da es fast durchgängig durch gewohntes Gebiet geht, nehmen die teils hysterischen Schreiereien kein Ende. Von Boganatar Boganatar sind es noch
etwa 5 Kilometer, dann habe ich den ersten Peak bei genau KM40 erreicht. Es gibt jetzt eine kurze Abfahrt, während der der Lewotobi schon grüssen lässt: Alle Bäume
an der Strasse sind mit schwarzen Vulkan-Staub bedeckt!
Nach der Abfahrt bin ich in Boru Boru, dem einzigen
grösseren Ort auf der heutigen Strecke - der Markt komplett leer und die ganze Stimmung apokalytisch-grau. Nichts wie weiter - auf der nächsten kilometerlangen
Geraden ist überhaupt nur der rechte Fahrstreifen befahrbar, der linke ist komplett eingeascht. Und dann sehe ich auf der rechten Seite auch schon den
Vulkan Lewotobi, aus irgendeinem Seitenkrater raucht es - derzeit gibt er sich artig, das kann sich aber auch ganz schnell ändern!
Ich komme hier also gut vorbei und in weiterer Folge kann man den Lewotobi aus verschiedensten Perspektiven beobachten. Der Doppelvulkan hat ein schönes Profil,
das sich nach jeder Kurve wieder ändert und nach einiger Zeit gibt es für mich dann eine Abfahrt zur Küste, die ich bei Nobo Nobo erreiche und jetzt
dann die Bucht umfahre. Die Hitze ist jetzt wieder enorm und ich bin für einige Flachkilometer dankbar. Ich trinke zwar eine Menge Wasser und diverse Softdrinks,
aber irgendwie ist es immer zu wenig!
Logischerweise geht es danach wieder mit Steigungen weiter - am nächsten Peak mache ich dann bei einem Warung eine Pause und habe dabei wieder einen hervorragenden
Blick auf die Bucht und die Lewotobis. Ohne Zweifel bin ich schon im 1. Level der Erschöpfungsphase und wäre mit einem Etappenende einverstanden, es sind aber noch
40 Kilometer. Die weitere Strecke hält dann solche Grauslichkeiten wie ein Küsten-Yo-Yo und einige knackige Anstiege bereit, bis ich dann in Larantuka Larantuka einreite. Zu
allererst mache ich dem Fährhafen eine Aufwartung - hier ist allerdings tote Hose! Ich wollte mich erkundigen wegen der morgigen Fähre, aber da geht nix, keiner
da! Auch auf der facebook-Seite von ASDP ist entgegen der Gewohnheit heute kein Eintrag für morgen und so muss ich weiter warten, ob ich hier wegkomme oder
festsitzen werde.
So nebenbei gesagt ist Larantuka keine Stadt zum Verlieben - zumindest nicht das Zentrum, es gibt aber einige durchaus schöne Resorts, die aber allesamt
nicht über westliche Plattformen buchbar sind (üblicherweise hat das den Grund, das es irgendwo hakt und man ansonsten mit den verwöhnten Westlern nur
Probleme hat). Ich beziehe dann meine Unterkunft La Bianca Home. Auch wieder keine positive Überraschung, aber auch nicht so schlecht, wenn es nur eine
Nacht ist.
Ich esse dann auch hier im Haus, besorge mir ein Ziel-Bier, das hier nicht erhältlich ist , und nach einem weiteren Blick auf die ASDP-Seite zeigt sich: Die Fähre
geht morgen, 08.09.2025, um 14h! Wow! Wenn alles funktioniert, bin ich übermorgen in Kupang und damit meinem Zeitplan um einiges voraus - wenn! ...
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