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Um 6:40h breche ich auf - vom gestrigen Küsten-Extrem-Yoyo brauche ich nichts mehr, daher schraube ich mich eine Etage höher auf die Hauptstrasse E55.
Klingt gefährlich, ist es aber nicht: Im Gegensatz zu gestern ist derzeit auf der Strasse kaum was los, es ist angenehm zu fahren und ich kann die leichte Steigung
stressfrei fahren. Bis Loutsa Loutsa muss ich auch durch
2 kurze Tunnel, dort zweige ich dann ab und mache im Ort Frühstückspause. Ich bin jetzt wieder am Eurovelo 8, zumindest vorübergehend werde ich ihm folgen.
Jetzt gibt es erst einmal eine Abfahrt, traumhaft zu fahren auf der abgelegenen schmalen Strasse, bis Mesopotamo Mesopotamo verliert man
fast alles an Höhenmetern. Nach dem Ort steigt es wieder, ich fahre noch viele Kilometer den leichten Anstieg auf dem Radweg, bis ich wieder auf die E55
zurückkehre. Dort fällt es dann wieder, man passiert ein Schilfgebiet und vor Eleftherio Eleftherio wechsle ich
wieder auf den Eurovelo 8. Pause in dem Ort bei KM35, der Chef des Restaurants spricht gut Deutsch und hat ihn den 1980er Jahren in Düsseldorf gelebt. Ich kann
danach noch einige Kilometer am Radweg bleiben, bevor es zurück auf die E55 geht, in Karteri Karteri verlasse ich sie
dann endgültig.
Die Strasse, auf die ich abbiege, ist aber keineswegs weniger belebt und die Autos brettern hier teils mit 100km/h dahin, was dann besonders unangenehm ist, als
die Steigung beginnt und ich diese mit kleinem Gang hinauftreten muss. Der Anstieg macht also gar keinen Spass, er zieht sich und es geht bei brütender Hitze
hinauf bis auf 350 Meter. Erleichterung, als es vorbei ist und ich bei der Tankstelle ganz oben auf ein kaltes Getränk einkehren kann.
Nach der Pause wechsle ich auf die schmale Nebenstrasse, die hier einmündet. Auch einen kleinen Ort gibt es hier, Basilikos Basilikos. Die Abfahrt
beginnt jetzt, so richtig rollen will es aber zuerst aufgrund des aufkommenden Gegenwindes nicht. Aber mit der Zeit wird die Abfahrt immer steiler, dann spielt der
Wind keine Rolle mehr. Von oben sieht man schon gut auf Igoumenitsa Igoumenitsa und Korfu im
Hintergrund. Als ich in der Stadt ankomme, fahre ich sofort zum Hafen. Um 13h geht die nächste Fähre, das sind genau 20 Minuten Wartezeit - da geht es sich gerade
noch aus, das Ticket zu holen!
Für die rund 17 Kilometer lange Strecke benötigt die Fähre rund 1 Stunde - das heisst, ich bin gegen 14h auf der Insel! Leider sehe ich erst auf der Fähre, dass
das Zimmer laut Buchung erst um 16:30h fertig sein soll (vielleicht bedeutet das aber auch einfach nur: im schlimmsten Fall). Wir kommen pünktlich auf der Insel
Korfu an, es ist ein Stück zu fahren bis Lefkimmi Lefkimmi und ich suche mir
dann erst einmal ein Restaurant - Futter wird dringend benötigt! Die kleine Stadt hat doch einiges an Lokalen zu bieten, ich merke, ich bin wieder im
Touristengebiet. Aber Korfu war mir schon bei unserem ersten Besuch sympathisch und auch jetzt kann ich nichts Gegenteiliges feststellen.
Nach dem Essen fahre ich in die Unterkunft, passt alles, Zimmer bezugsbereit. Das Ding nennt sich Family Resort und ist ziemlich abgelegen und etwas entfernt von
der Küste und Lefkimmi, aber das passt mir heute gut. Ausserdem bin ich auf der nicht kleinen Anlage so ziemlich alleine, zumindest sehe ich keine anderen Gäste.
Auch einen Pool gibt es, vielleicht teste ich den heute noch. Heute werde ich noch einige Wartungsarbeiten am Bike vornehmen, einige gelockerte Schrauben habe ich
entdeckt, Luft gehört nachgepumpt, usw. Morgen ist zwar hier in Griechenland der letzte Fahrtag, aber in Italien habe ich dann auch noch drei davon.
Gefühlt war das heute der heisseste Tag - ich hoffe, dass die Temperaturen in der Hauptstadt Kerkyra dann etwas moderater sind ...
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