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Die Route für heute habe ich gestern noch umgeplant - anstatt entlang der Küste zu fahren, habe ich mich für einen Umweg durchs Landesinnere entschieden. Grund
dafür ist, dass auf der Küstenstrasse doch ziemlich viel Verkehr sein dürfte, da es einzige Verbindung ist. Wenige Kilometer nachdem ich aufs Festland komme, biege
ich rechts ab. Der Anstieg beginnt sofort einmal, allerdings noch Recht sachte bis zu Ortschaft Plagia Plagia, in deren
unmittelbarer Nachbarschaft erne große Festung steht.
Jetzt zieht die Steigung richtig an und ich fahre mit dem kleinsten Gang. Immer wieder sehe ich ich auf Lefkada hinunter, das mit seiner Lagune immer kleiner
wieder. Heute treiben sich immer wieder Köter an der Strasse herum und auch eine Attacke gibt es zwischendurch. Beim Anstieg kommt man dann durch einen komplett
verlassenen Ort: Wie ich durch Einheimischen Befragung herausfinde, ist Palia
Plagia Palia Plagia 1978 aufgrund
von Hangrutschungen verlassen worden und alle Bewohner sind ins weiter unten gelegene neue Plagia gezogen.
Nach dem Geisterort habe ich bald den ersten Peak auf 250hm erreicht und geht hinunter ans die Küste nach Pogonia Pogonia. Es gibt hier
einige schöne Strände und an einem mache ich dann Vormittagspause bei Cappuccino und Bilderbuchpanorama, bevor es auf die kilometerlange Gerade vor dem nächsten
Anstieg geht. Die Gerade ist einfach zu fahren, sie ist flach und ausserdem habe ich Rückenwind. Obwohl hier viel mehr Verkehr ist, ist der Straßenzustand auch
nicht besser. Das Navi zeigt 6km offene Kilometer bis Monastiraki Monastiraki, als ich
rechts auf die schmale Nebenstrasse abbiege, die dann angenehm, wenn auch bei ordentlicher Hitze und Steigung zu fahren sind.
Den Ort habe ich mir schon gestern fürs Mittagessen auserwählt. Ich hoffe, dass das Restaurant der Wahl schon offen ist - Glück gehabt, obwohl es lautet Google
Maps erst um 13h öffnet, bekomme ich beim Neromylos Restaurant schon etwas, wenn sich die Bestellung auch als schwierig gestaltet. Neromylos bedeutet auf
Griechisch Wassermühle und genau das war hier früher einmal, heute ist die Mühle in Restaurant integriert und es gibt ein Museum. Logischerweise gibt es hier auch
viel fliessendes Wasser und auch der Aquädukt bei der Anfahrt auf den Berg deutet darauf hin, dass man hier auf dem Berg genug davon hat.
Die Anzahl der Höhenmeter ist zwar gestiegen, aber die Preise sind gefallen seit Lefkada. Hier ist Touristen-freies Gebiet und das macht sich preislich deutlich
bemerkbar (~30% minus). Um 13h breche ich wieder auf und fahre den 2. Peak zu Ende, 6 Kilometer sind es noch hinauf. Die kurze Abfahrt endet, die Strasse, auf die
ich abzweige, wird zum Feldweg und ich schon happy, dass ich nicht in einer Sackgasse ende und in Drymos Drymos herauskomme. Hier
kommen die ursprünglich geplante und die heute tatsächlich gefahrene Route wieder zusammen.
Der Arbeitstag ist noch nicht vorbei - man umfährt jetzt einen Meeresarm und dann kommt ein 2 Kilometer langer Anstieg mit unangenehmer Steigung von 8 - 12%,
bei dem einem die Nachmittagssonne so richtig aufs Hirn brennt. Ich rolle nach Sparto Sparto hinunter, hole mir
beim Supermarkt den verdienten Powerdrink ab und fahre dann die restlichen Kilometer bis Amfilochia Amfilochia, meinem
heutigen Etappenzielort. Der Ort - oder die kleine Stadt - gefällt mir gut, er liegt Ambrakischen Golf und sieht nicht so nach Tourismus aus (oder zumindest sind
es hauptsächlich einheimische Touristen, die hier sind).
Bei dieser Gelegenheit muss ich anbringen, dass ich mit diesem Urlaub bisher sehr happy bin. Etwas getrübt haben dieses positive Bild nur die massentouristischen
Gebiete auf den Inseln (es ist leider wirklich immer und überall dasselbe - mit diesen Pauschaltouristen werden wirklich alle Gebiete zerstört und es ist kein Ende
abzusehen). Morgen habe ich noch einen langen Fahrtag am Festland, übermorgen dann setze ich auf das letzte Eiland meiner über, nämlich Korfu.
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