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Ja, heute also wieder frühe Tagwache - wie immer ist ein Zeitpolster gut, wenn eine Fährpassage ansteht und so sitze ich um 5:40h am Bike, also noch in der
Morgendämmerung. Die Steigung beginnt ziemlich zahm, wird dann aber bald stärker und hat dann meistens zwischen 5 und 8 Prozent. Früh morgens im Schutz der
Dämmerung geht das aber natürlich leichter von der Hand - oder besser gesagt vom Fuss - und ich komme gut voran. Nach einigen Kilometern komme ich durch
Divarata Divarata, zum Einkaufen
gibt es noch keine Möglichkeit, alles noch geschlossen.
Es geht weiter bergauf und bald nach dem Ort habe ich dann auch schöne Ausblicke auf die Küste - sieht toll beim Sonnenaufgang. Verkehr auf der Strasse gibt es
kaum, dafür gibt es tierische Begegnungen, Ziegen laufen öfters über die Strasse. Auch sieht man jetzt auf die kleine Halbinsel Assos, auf der sich eine
ausgedehnte Befestigungsanlage befindet. Nach einer Stunde ist der Job so gut wie erledigt, um 6:40h ich habe 9 Kilometer und 340 Höhenmeter gemacht und geht
vorerst relativ flach dahin. Nachdem ich noch viel Zeit habe, mache ich sogar noch einen kleinen Umweg und fahre dann noch hinauf nach Defaranata Defaranata, wo sich ein
kleines Kloster befindet und hier, auf 420 Metern und bei herrlicher Kloster-Ruhe, mache ich eine längere Pause.
Bei der Abfahrt mache in einen kurzen Einkaufsstopp und rolle dann weiter hinunter, bis ich in Fiskardo Fiskardo an der Küste bin.
Etwas mehr als eine Stunde muss ich warten, bis die Fähre dann ablegt. Fiskardo ist ja bekannt für seine Hochpreisigkeit und dazu passen auch einige der
Luxus-Jachten, die hier im Hafen stehen. Um 10:30h geht es dann absolut pünktlich los, auch diese Fähre ist kein Roll-on-Roll-off-Modell, das scheint hier bei den
Inselfähren kein gängiger Typ zu sein. Die Überfahrt der Fähre 5 von 8 sollte 1:10h dauern, mal schauen.
Wir kommen pünktlich in Vasiliki Vasiliki auf der Insel
Lefkada an. Genau in der Mittagshitze - gutes Timing, um den nächsten Climb zu starten ... Welcome to Lefkada, 'Home of the Winds'! Man merkt gleich, dass
Lefkada ein Paradies für Windsportler wie Surfer, Segler, Liter ist - die Bucht von Vasiliki isst voll von ihnen und der Wind pfeift. Fast hätte ich hier ja
übernachtet, durch die Fähre hat es sich dann anders ergeben - Auf der Strasse gibt es vorerst nicht so viel Wind, dafür gleich die erste längere Steigung in der
Hitze. Es geht allerdings nur bis auch 150 Meter hinauf, dann eine kurze Abfahrt nach Kondarena Kondarena. Logischerweise
war das erst der Anfang.
Der lange Anstieg kommt jetzt. Heute treffe ich auf so viele Biker wie in der gesamten Zeit bisher nicht - Lefkada scheint also auch für Radler interessant zu
sein. Was sonst noch auffällt: Viel mehr Verkehr als auf den Inseln. Der Anstieg zieht sich noch einige Zeit und ich bin nicht unglücklich, als ich den höchsten
Punkt auf 300 Metern erreicht habe. Es geht jetzt einmal ordentlich bergab, bei der Abfahrt hat man dann schon einen schönen Blick auf den Fjord von Vlycho Vlycho mit seinen
unzähligen Segelbooten. Und wieder ist der Wind da: Allerdings nicht von hinten, sondern von vorne - und so geht es dann auch den Rest der Etappe weiter.
Ein abschreckendes Beispiel an Tourismus liefert dann Nydri Nydri - ein Ort, der in
jedem Küstengebiet sein könnte, mich aber überall nerven würde. Eine einzige Meile durch den ganzen Ort mit Restaurants, Shops, Restaurants, Shops, Restaurants,
Shops ... Gut, dass ich hier nicht bleiben muss! Die weitere Fahrt entlang der Küste ist dann nicht ganz flach, sondern es gibt immer wieder leichte Steigungen.
Ich passiere unter anderem Episkopos
und komme meinem Tagesziel näher.
Vor 14h bin ich dann in Lefkada Lefkada - Pause für 2
Nächte! Die Stadt ist anders als Zakynthos und Kefalonia, hier sind mehr junge Individualtouristen unterwegs. Hoffentlich schlägt sich das auch im Preisniveau
nieder! Meine Unterkunft ist auf alle Fälle schon einmal super und jetzt werde ich erst einmal die eineinhalb Tage geniessen, bevor es aufs Festland weitergeht!
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