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Datum

18.06.2026

Etappe

Ayia Efimia(GR) - Lefkada  

Activities

Distanz

73 km

↑Meter

862 hm

Fotos

44

Karte / Track

1

Ja, heute also wieder frühe Tagwache - wie immer ist ein Zeitpolster gut, wenn eine Fährpassage ansteht und so sitze ich um 5:40h am Bike, also noch in der Morgendämmerung. Die Steigung beginnt ziemlich zahm, wird dann aber bald stärker und hat dann meistens zwischen 5 und 8 Prozent. Früh morgens im Schutz der Dämmerung geht das aber natürlich leichter von der Hand - oder besser gesagt vom Fuss - und ich komme gut voran. Nach einigen Kilometern komme ich durch DivarataDivarata, zum Einkaufen gibt es noch keine Möglichkeit, alles noch geschlossen.

Es geht weiter bergauf und bald nach dem Ort habe ich dann auch schöne Ausblicke auf die Küste - sieht toll beim Sonnenaufgang. Verkehr auf der Strasse gibt es kaum, dafür gibt es tierische Begegnungen, Ziegen laufen öfters über die Strasse. Auch sieht man jetzt auf die kleine Halbinsel Assos, auf der sich eine ausgedehnte Befestigungsanlage befindet. Nach einer Stunde ist der Job so gut wie erledigt, um 6:40h ich habe 9 Kilometer und 340 Höhenmeter gemacht und geht vorerst relativ flach dahin. Nachdem ich noch viel Zeit habe, mache ich sogar noch einen kleinen Umweg und fahre dann noch hinauf nach DefaranataDefaranata, wo sich ein kleines Kloster befindet und hier, auf 420 Metern und bei herrlicher Kloster-Ruhe, mache ich eine längere Pause.

Bei der Abfahrt mache in einen kurzen Einkaufsstopp und rolle dann weiter hinunter, bis ich in FiskardoFiskardo an der Küste bin. Etwas mehr als eine Stunde muss ich warten, bis die Fähre dann ablegt. Fiskardo ist ja bekannt für seine Hochpreisigkeit und dazu passen auch einige der Luxus-Jachten, die hier im Hafen stehen. Um 10:30h geht es dann absolut pünktlich los, auch diese Fähre ist kein Roll-on-Roll-off-Modell, das scheint hier bei den Inselfähren kein gängiger Typ zu sein. Die Überfahrt der Fähre 5 von 8 sollte 1:10h dauern, mal schauen.

Wir kommen pünktlich in VasilikiVasiliki auf der Insel Lefkada an. Genau in der Mittagshitze - gutes Timing, um den nächsten Climb zu starten ... Welcome to Lefkada, 'Home of the Winds'! Man merkt gleich, dass Lefkada ein Paradies für Windsportler wie Surfer, Segler, Liter ist - die Bucht von Vasiliki isst voll von ihnen und der Wind pfeift. Fast hätte ich hier ja übernachtet, durch die Fähre hat es sich dann anders ergeben - Auf der Strasse gibt es vorerst nicht so viel Wind, dafür gleich die erste längere Steigung in der Hitze. Es geht allerdings nur bis auch 150 Meter hinauf, dann eine kurze Abfahrt nach KondarenaKondarena. Logischerweise war das erst der Anfang.

Der lange Anstieg kommt jetzt. Heute treffe ich auf so viele Biker wie in der gesamten Zeit bisher nicht - Lefkada scheint also auch für Radler interessant zu sein. Was sonst noch auffällt: Viel mehr Verkehr als auf den Inseln. Der Anstieg zieht sich noch einige Zeit und ich bin nicht unglücklich, als ich den höchsten Punkt auf 300 Metern erreicht habe. Es geht jetzt einmal ordentlich bergab, bei der Abfahrt hat man dann schon einen schönen Blick auf den Fjord von VlychoVlycho mit seinen unzähligen Segelbooten. Und wieder ist der Wind da: Allerdings nicht von hinten, sondern von vorne - und so geht es dann auch den Rest der Etappe weiter.

Ein abschreckendes Beispiel an Tourismus liefert dann NydriNydri - ein Ort, der in jedem Küstengebiet sein könnte, mich aber überall nerven würde. Eine einzige Meile durch den ganzen Ort mit Restaurants, Shops, Restaurants, Shops, Restaurants, Shops ... Gut, dass ich hier nicht bleiben muss! Die weitere Fahrt entlang der Küste ist dann nicht ganz flach, sondern es gibt immer wieder leichte Steigungen. Ich passiere unter anderem Episkopos und komme meinem Tagesziel näher.

Vor 14h bin ich dann in LefkadaLefkada - Pause für 2 Nächte! Die Stadt ist anders als Zakynthos und Kefalonia, hier sind mehr junge Individualtouristen unterwegs. Hoffentlich schlägt sich das auch im Preisniveau nieder! Meine Unterkunft ist auf alle Fälle schon einmal super und jetzt werde ich erst einmal die eineinhalb Tage geniessen, bevor es aufs Festland weitergeht!

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