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Datum

07.06.2026

Etappe

Korinth(GR) - Diakopto  

Activities

Distanz

81 km

↑Meter

242 hm

Fotos

41

Karte / Track

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Frühstücken gehe ich nach 7h ins Restaurant um die Ecke. Der Preis ist mit 11 Euro auch nicht gerade ein Schnäppchen. Um 8h starte ich, am Eurovelo 8 bleibe ich nicht lange, er würde über Umwege führen und die Hauptstrasse 8 ist wenig befahren - es ist Sonntag und ausserdem verläuft parallel - und das den ganzen Tag - die Autobahn, somit kein Problem. Nach 6 Kilometern geht es dann aber von der Hauptstrasse weg, ich folge wieder dem Radweg und jetzt wird es richtig traumhaft zu fahren: Immer direkt entlang der Küste auf einer schmalen Strasse, fast null Verkehr, tolles Panorama - lediglich das eine oder andere Schlagloch reisst einen beim Cruisen aus den Träumen. Rechter Hand ist das nur etwa 20 Kilometer entfernte Festland sichtbar.

Bis nach KiatoKiato geht das so dahin, danach muss man wieder auf die Hauptstrasse und auch der Eurovelo verläuft dort, aber nach wie vor ist es dort gut zu fahren, es ist ja eigentlich eine ruhige Provinzstrasse, die man mit dem Begriff Hauptstrasse schon fast beleidigt. Oft gibt es dann aber sowieso zusätzlich eine kleine Küstenstrasse und dann wechselt der Radweg auch immer wieder dorthin (beschildert ist der Radweg sowieso nicht, err existiert nur als GPX-Track). In SykiaSykia bei KM25 finde ich dann bei einer Strand-Bar den perfekten Ort für die Vormittagspause. Es ist mittlerweile wieder ordentlich heiss und unter den Schirmen kann ich meine persönliche Temperatur wieder etwas herunterkühlen.

Nach der Pause bin ich nach einigen Kilometern schon in XylokastroXylokastro, einem Touristenort mit vielen modernen Hotels. In weiterer Folge gibt es wenig schmale Küstenstraße, sondern meist eine einzige Strasse (außer der Autobahn natürlich). Aber die Strasse ist wirklich so ruhig, dass es total angenehm zu fahren ist. Es gibt zwar viele kurze ampelgeregelte Baustellen-Abschnitte, aber mit dem Rad ist auch eine rote Ampel kein Grund, stehen zu bleiben - man kann immer ausweichen. Links von mir, also südlich, werfen sich ordentliche Berge mit markanten Zügen auf, rechts das Meer - wirklich ein schönes Panorama! Das einzige, was heute nerven kann, ist der immer stärker werdende Westwind.

Meine letzte längere Pause mache ich bei KM56 in einer Kneipe im Dorf DerveniDerveni - nochmals Abkühlung bei Soda und Cola. Es ist jetzt nach 12h und die Temperatur schraubt sich so richtig nach oben. Eilig habe ich es nicht. Ich werde so oder so gegen 14 Uhr an meinem Ziel sein und vorher kann ich das Zimmer sowieso nicht beziehen, also ziehe ich die Pause etwas in die Länge.

Nach der Pause taucht vor KrathioKrathio die erste Steigung auf - Schluss mit ganz flach. Im Ort kaufe ich nochmals Flüssigkeit und auch Bananen ein und gehe dann das 15 Kilometer lange Reststück an, das dann schon mit einigen Steigungen aufwartet. Aber nichts Schlimmes dabei, nach 65 flachen Kilometern war es auch wirklich höchste Zeit für einen landschaftlichen Wechsel! Die Gegend erinnert mich etwas an den südlichen Teil der Jadranska Magistrala in Kroatien. Vor einem Tunnel muss ich die Wendung und einen kleinen Umweg an der Küste machen.

Auf den letzten Kilometern sieht man auf die Landzunge, auf der DiakoptoDiakopto liegt und um fast genau 14h fahre ich beim Hotel Panorama ein. Das Hotel trägt seinen Namen nicht umsonst, man hat einen fantastischen Ausblick auf die markanten Berge der Umgebung und auch auf die Küste! Im angeschlossenen Restaurant gibt es dann Mittagessen - Thunfisch, sehr gut! Der Ort ist insgesamt sehr ruhig und es gibt eher private Ferienhäuser als Hotels.

Nach dem Essen brauche ich eine Pause und ich überlege, wie ich die morgige Etappe anlegen soll - es wird aber doch eher die flache Route entlang der Küste werden, Höhenmeter kommen sowieso noch genug (die erste wirkliche Berg-Etappe gibt es in 3 Tagen ab Patras nach einem Pausetag) ...

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