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Datum

06.06.2026

Etappe

Athen(GR) - Korinth  

Activities

Distanz

88 km

↑Meter

607 hm

Fotos

44

Karte / Track

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Heute breche ich schon früh auf - es sollte mit den Fähren zwar kein Problem geben, für den Notfall muss ich aber sonst über das Festland fahren. Schon vor 6 Uhr sitze ich am Rad, es ist noch nicht einmal hell und ich montiere vorsichtshalber meine Lichter. Schliesslich muss ich durch den morgendlichen Verkehr von Athen, obwohl es Samstag und die Situation dadurch ordentlich entschärft ist. Der Verkehr ist letztendlich wirklich nicht heftig, ausserdem schickt mich mein Navi durch die engen Gassen. Schon bald bin ich in PiräusPiräus und passiere das neue Trainingszentrum von Olympiacos. 

Nachdem ich in Piräus eine  knackige Steigung passiert habe, bleibe ich lieber auf der Doppelspurigen an der Küste und passiere den Hafen und Containerhafen. Kurz nach Kilometer 20 und 7h bin dann ich in PeramaPerama. Hier geht es auf die erste von insgesamt acht Fähren in diesem Urlaub. Die Fähre geht alle 15 Minuten und so gibt es auch kaum Wartezeit. Ebenso lange dauert dann die Passage hinüber auf die Insel Salamis nach PaloukiaPaloukia. Teilziel 1 für heute erreicht!

Meine Verweilzeit auf der Insel Salamis ist nur kurz, nur 12 km sind es vom Ost- bis zum Westende der Insel. Die meiste Zeit fährt man entlang der Küste, zwischendurch über einen kleinen Berg. Auch die erste Hundeattacke der Tour findet hier statt, drei lästige Köter verfolgen mich eine Zeit lang. In FaneromeniFaneromeni liegt der kleine Fähreanlegepunkt, von wo aus es wieder zurück aufs Festland geht. Ticket Office gibt's hier keines mehr und letztendlich zahle ich gar nichts - die mehrere hundert Meter kurze Überfahrt dauert kaum fünf Minuten.

Zurück auf dem Festland umfahre ich nach einer langen Geraden die 'Megara Air Base' und komme dann bei Pachi wieder an die Küste, die ich dann auch den meisten Teil des restlichen Tages entlangfahre - sehr schönes Panorama! Zwischendurch gibt es immer wieder Steigungen, aber richtig heftig wird es nie. Öfters fahre ich auf der Transit Strasse, die aber vom Platz her auch OK ist (man hat oft einen Seitestreifen), von der Strassenqualität her gibt es Luft nach oben. Insgesamt aber ein ganz tolles Fahrerlebnis an der Küste! 

Ich komme durch Kineta und dann Agii TheodoriAgii Theodori, das ziemlich touristisch aussieht. Nach dem Ort liegt an der Küste dann ein Erdölhafen mit angeschlossenen Raffinerien. Prompt gibt hier dann aufgrund von Bauarbeiten eine Strassensperre und ich muss zurück hinauf auf die Hauptstrasse - gottseidank aber kein allzu grosser Umweg. Bei KM80 bin ich KalamakiKalamaki, das ebenfalls einen schönen Beach hat und der letzte Ort vor dem Kanal von Korinth ist. Ich mache eine längere Pause, danach überquere ich den Kanal über die Senkbrücke (das heisst, die Brücke verschwindet nach unten) mit hölzernem Boden. Das Wasser hier hat eine extrem intensive blau-grüne Farbe, sieht richtig gut aus! 

Nach dem Kanal sind es noch 10 Kilometer, die erste Hälfte davon aufwärts, dann geht es hinunter nach KorinthKorinth. Auf den letzten Metern gibt es sogar noch rechten Radweg, auf der Trasse der ehemaligen Bahn wird er errichtet, aber sehr weit gekommen scheint man noch nicht zu sein. Korinth ist keine wirklich grosse Stadt, mit 30.000 Einwohnern aber doch die grösste, seitdem ich auf die erste Fähre gefahren bin. Meine Unterkunft befindet sich in einem 5-stöckigen Haus und ist eine Wohnung. Die Zustände im Haus sind für einen Mitteleuropäer eher gewöhnungsbedürftig und auch die Wohnung selbst, aber für eine Nacht geht's schon. Auffällig sind auch die vielen Araber hier, zumindest in der Hafengegend.

Nach einer Dusche gehe ich essen, dringend notwendig! Ich bestelle gegrillte Kalamaren - ist zwar nur einer, der dafür aber riesig und schmeckt auch gut! Die Preise haben sich gegenüber der Innenstadt von Athen deutlich verringert, was aber auch nicht schwer ist. Auf jeden Fall bekommt man hier etwas für's Geld und ausserdem bin ich froh, abseits der Touristen-Massen zu sein ...

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