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Um 2h läutet der Wecker in Wiener Neudorf - eine kleine Mütze voll Schlaf habe ich bekommen, aber es war eindeutig zu wenig und Karin hat überhaupt nicht
geschlafen - nicht gut! Aber das war so vorauszusehen. Eine halbe Stunde später sitzen wir im Auto und es geht nach Schwechat, wo wir gegen 3h ankommen. Am
Flughafen gibt es auch wieder Baustellen und es ist daher etwas kompliziert, mit dem Fahrradkarton zum Terminal 1 zu kommen.
Als wir dann dort sind, heisst es etwas warten - die 'Ryan Air'-Schalter sind noch geschlossen und ausserdem sehe ich fast nur solche, wo man mit 'Self Bag Drop'
sein Gepäck abgegeben kann, nicht aber auf die klassische Art. Nachdem die Leute am Check-In auftauchen, geht dann letztendlich aber alles sehr schnell, kein
Problem mit dem Fahrrad, das ich beim Oversize-Schalter abgebe, und nach wenigen Minuten ist alles erledigt - beim Handgepäck prüft auch niemand hier oder später,
was und wieviel man mitnimmt.
Das ging dann easier als befürchtet - eigentlich sollte es ja auch keine Aktion sein, aber mit dem Fahrradkarton muss man doch immer auf Probleme und
Überraschungen vorbereitet sein, wie ich aus Erfahrung weiss. Das heisst, wir können uns noch in aller Ruhe einen Kaffee genehmigen, bevor wir uns verabschieden
müssen und ich dann zum Gate weiterziehe. Wir bleiben dann auch dann weiterhin in der Zeit, besteigen die Lauda-Maschine (?) und heben pünktlich um 05:50h ab - die
Maschine sieht nicht so ganz frisch aus, aber dafür gibt es bei dem alten Vogel so viel Beinfreiheit wie schon lange nicht erlebt (bei den Langstreckenflüge nach
Südost-Asien muss man sich immer regelrecht in den Sitz quetschen und ist eingepfercht).
Auch der Flug selbst ist für mich purer Luxus: Gerade einmal 2 Stunden und ohne irgendeine Warterei auf Anschlussflüge kommen wir am Flughafen Athen Flughafen Athen an!!! Die
letzten Male war ich oft insgesamt 30 Stunden unterwegs und danach logischerweise ziemlich tot! Die positiven Überraschungen nehmen kein Ende: Kaum bin ich am Band
8, um mein Gepäck zu übernehmen, komme ich auch umgehend zu meiner rechten Packtasche und der Fahrrad-Karton steht auch schon beim benachbarten Band! Ja, damit
hätte ich nicht gerechnet!
Unweit der Ausgangstüren finde ich auch gleich einen guten Platz, um den nächsten Step anzugehen: Fahrrad zusammenbauen und umpacken. Das ganze bei schon
ordentlicher Morgenhitze und einer Stunde Zeitverschiebung, obwohl es heute nicht viel mehr als 30° werden. Gut eine Stunde nach der Landung sitze ich schon am
Fahrrad, um die gut 30km lange Strecke vom Flughafen in die Stadt zu fahren. Streckencharakteristik: Leichte bis mittlere Steigungen auf den ersten 24
Kilometern, danach einige Gefälle. Die Strasse ist nicht gerade vom Feinsten, dafür ist Griechenland aber auch nicht bekannt. Platz findet ich auf der doch
einigermassen frequentierten Strasse schon, Seitenstreifen oder Ähnliches gibt es auf der meist Einspurigen aber nicht. Was man auch gleich merkt: Griechenland ist
kein Land der Radfahrer, gerade einmal 2 kommen mir heute unter.
Nach 5 Kilometern komme ich nach Spata Spata, dann geht es
langsam in die Vororte hinein und durch diese durch. Manchmal wechsle ich auf eine parallele Nebenstrasse, meist bleibe ich aus Performance-Gründen aber auf der
Hauptstrasse. Auch als ich immer weiter Richtung Hauptstadt komme, verlieren die Siedlungen nicht ihren Charakter, nämlich kaum einmal Gebäude über 5 Stockwerke
und viel Grün, was ja sehr erfreulich ist. Wo genau Athen Athen anfängt, ist schwer
zu sagen, der Verkehr wird immer dichter, die Steigungen bleiben bis KM24. Als ich in die Nähe des Stadtzentrums komme, wird es dann doch urbaner, aber ich habe
nie das Gefühl, daasss ich hier in einer nervigen Metropole bin! Ganz ins Zentrum komme ich aber nicht, sondern halte mich dann Richtung Süden, wo meine Unterkunft
etwas 3 Kilometer entfernt davon ist.
Der Bezirk, wo ich hin muss, heisst Ymittos, und in dessen Zentrum mache ich eine Pause bei einer Bar auf ein Ziel Bier, da meine Unterkunft noch nicht
Bezugs bereit ist. Alles easy, auch hier fühlt man sich keineswegs wie in der Grossstadt. Bis zu meiner Unterkunft sind es danach weniger als 2 Kilometer, und als
ich dort um 14h Ortszeit ankomme, ist das Zimmer mit Self-Check-In bezugsbereit - 3 Nächte bleibe ich hier. Zuerst eine Dusche, anschliessend brauche ich wirklich
eine längere Schlaf-Einheit. Danach muss ich beim Fastfood laden um die Ecke den ärgsten Hunger stillen - wie es sich für Athen gehört mit einem doppelten
Gyros mit Pita!
Viel mehr wird es dann heute auch nicht mehr, für ausgiebigere Aktivitäten ist es zum spät und vor allem ich zu müde und ausserdem habe ich eine schöne Terrasse
mit gutem Blick auf die Umgebung! Für morgen früh habe ich ein Ticket für die Akropolis - Timeslot für den Eintritt: 8 bis 9 Uhr. x
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