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Datum

31.05.2024

Etappe

Jakarta(RI) - Surabaya - Probolinggo - Cemoro Lawang - Probolinggo  

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Karte / Track

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Ich erkundige mich beim Garuda-Schalter, ab wann der Checkin möglich ist: 4h! Das sind 4 Stunden, bis ich mein Gepäck wieder los werde und dann nochmals 3, bis der Flug geht. Ja, das ist fast Folter! Es ist zwar ein gutes Gefühl, zu wissen, dass dies die letzte Wartezeit der Anreise ist, 7 weitere Stunden sind aber schon heftig.

Bleibt mir nichts anderes übrig, als mit der ganzen Ausrüstung zum Restaurant am Flughafen zu gehen, um mein erstes 'Black Pepper Beef' zu essen! So vergeht wenigstens etwas Zeit und ich kann nebenbei noch einige Dinge erledigen. Zuerst hebe ich noch meine ersten Millionen an Indonesischen Rupien ab (1,500.000,-- Rupien sind 90 Euro). Mittlerweile hat mir meine Unterkunft auch mitgeteilt, dass das Auto samt Fahrer für die Fahrt zum Mount Bromo gegen Mittag bereitsteht - das heisst, der Tag wird noch erheblich länger ...

Vorerst heisst es aber, am Flughafen einige Stunden bis zum Checkin totzuschlagen - und das ist wahrlich nicht das erste Mal, dass ich das hier machen muss (kenne ich sowohl vom Hin- als auch vom Rückflug). Die Preise hier am Flughafen in Jakarta sind übrigens äusserst geschmalzen und können locker mit denen In Wien oder Dubai mithalten.

Etwas vor 4h dann der grosse Moment des letzten Checkins für den Flug nach Surabaya bei Garuda. Geht ganz rasch, kaum was los. Das Rad muss ich dann noch bei Bulky Lugguage Schalter abgeben - erledigt, um 6:10h geht es mit dem Boarding weiter, Abflug 6:50h. Wie schon im Januar 2023 muss ich wegen eines eineinhalstündigen Anschlussfluges stundenlang warten! Damals waren es überhaupt 12 Stunden, damit sind die heutigen 8 Stunden fast harmlos. Mittlerweile nach etwa 40 Stunden ohne richtigen Schlaf,  bin ich wohl schon im nächsten Stadium der Übermüdung angelangt und es hat schon eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber den meisten Dingen eingesetzt. Ausserdem ist der Wunsch, zu schlafen, schon ziiiemlich gross und ich muss explizit aufpassen, nicht eine meiner Taschen irgendwo liegen zu lassen ...

Der Flug verlässt die Erde dann wieder pünktlich, nämlich um 6:50h. Ich schlafe bald ein und werde erst wieder munter, als wir in Surabaya< landen. Jaaa, wieder mehr als eine Stunde geschlafen und ich bin  gar nicht mal so schlecht beisammen. Das ist auch nötig, denn als Abschlussübung muss ich vom Flughafen noch 100 Kilometer mit dem Taxi weiter und zuerst einmal eines organisieren. Das erweist sich als einfach, aber nicht ganz billig und kostet ca 40,- Euro. Aber egal, Zeit und Lust auf Verhandlungen habe ich nicht. Und die darauffolgende Fahrt ist wieder etwas mühsam, der Fahrer fahrt zum Teil mit 50km/h auf der Autobahn und dann wieder so unkonzentriert, dass ich froh bin, als wir das Hotel Bromo Park  in Probolinggo erreichen. Ende der Anreise, hier beginnt die Tour morgen!

Der heutige Tag ist aber noch lange nicht zu Ende - da ich nach meiner frühen Ankunft nicht den restlichen Tag im Hotel verbringen wollte und der Vulkan Bromo sowieso auf meiner Wunschliste stand, lag es auf der Hand, ein Auto zu chartern und die eine Sunde dauernde Anfahrt in Kauf zu nehmen. Nach dem Checkin, einer Dusche und einem Mittagessen starten wir vor 12h und fahren auf eine Höhe von ca. 2.000 Metern. Der Bromo ist einer der bekanntesten Vulkane Javas und zeichnet sich dadurch aus, dass am und um den Vulkan überall feine graue Vulkanasche liegt. Da ich aus Erfahrung weiss, dass Schuhe nach einem Marsch durch derartiges Material unbrauchbar sind, habe ich mir ausschliesslich für den Bromo-Besuch ein Paar ausgemustert Laufschuhe mitgenommen.

In Cemoro LawangCemoro Lawang steige ich dann aus dem Auto und starte meine Wanderung (alleine). Schon von hier sieht man schön auf den Mount BromoMount Bromo und seine Nebenberge/-vulkane, denn es handelt sich um ein ganzes System, welches nach wie vor sehr aktiv ist und erst vor 2 Monaten hat es laut meinen Guides Ausbrüche gegeben. Der Anmarsch über die Ausläufer und die Lavafelder ist etwas mühsam, dann kommt über eine betonierte Stiege - ich habe sie für mich 'Stairway to Hell' getauft - hinauf zum Kraterrand, von wo man dann wiederum hinunter in den laut vor sich hin brodelnden Höllenschlund sieht, hört und riecht.

Es ist - wie jeder Vullkan - schon ein ganz spezieller Platz und ich verbringe hier oben etwa 45 Minuten. Umrunden kann man den Kraterrand nicht, zumindest ist das Besuchern gottseidank nicht erlaubt (alleine schon, weil es viel zu gefährlich wäre). Dann verlasse ich den Platz, an dem man sich wie einer anderen Welt fühlt, wieder und gehe ins Dorf zurück. Von dort fahre ich mit meinen Guides mit dem Auto in eine Gegend, wo es einige Aussichtspunkte auf Bromo und Co gibt und kann noch einige schöne Fotos machen. Dann bin ich platt und möchte nur mehr ins Hotel.

So einen ausgiebigen Anreisetag hatte ich noch nie - und so schön er auch war, ich bin froh, dass er jetzt zu Ende ist, denn ich bin platt. Noch ein Essen im Hotel, einige organisatorische Arbeiten und dann ist Schluss für heute - morgen erster, sehr kurzer, Fahrtag, nachdem das Bike zusamengebaut und hoffentlich alles ok ist ...

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