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Datum

28.08.2005

Etappe

Porto(P) - Aveiro(P)  

Distanz

105 km

Text

Nach dem Frühstück im Hotel - eigentlich das einzige auf der ganzen Reise, wenn ich mich richtig erinnere - starte ich um 9h und suche zunächst einmal aus Porto heraus. Wieder ein ziemlich mühsames Unterfangen. Die nächste Überraschung folgt: ich stehe auf einmal vor einer Autobahnauffahrt und habe keine Ausweichmöglichkeit, zumindest habe ich keine Lust, irgendeinen kilometerlangen Umweg zu fahren. Also rauf auf die Autobahn - auch nicht die letzten Kilometer dieser Art. Ich komme aber bald wieder runter, die Orientierung bleibt danach aber auch auf den nächsten 20 km ein Wahnsinn. Es gibt keine Ortsschilder, bei der Navigation bin ich oft auf Befragung angewiesen. Dafür sind die kleinen Orte recht nett.

In Valadare komme ich dann endlich an die Beachstrasse und versuche, diese bis Espinho weiterzufahren, muss auber häufig wieder auf die Bundesstrasse wechseln. Die Strassen sind grossteils in schlechtem Zustand, wie in ganz Portugal gibt es viel Kopfsteinpflaster. Danach geht die Strasse etwas hinein ins Landesinnere, ich habe Rückenwind. Die Strecke führt Ovar und Avanca (dort lege ich eine kurze Siesta ein), dann weiter über Estarreja nach Cacia. Es gibt zwar einige Steigungen, aber nichts wirklich Hochprozentiges. Ich erfahre am Abend, dass es weit besser gewesen wäre, die Route entlang der Küste nach S. Jacinto zu fahren und von dort das Boot nach Aveiro zu nahmen. Allerdings hatte ich keine sichere Information, ob ich dort mit dem Fahrrad übersetzne kann.

Der Wind kommt jetzt von vorne rechts, nicht so angenehm. Der Wind ist auch immer ein Thema an der Küste, kann ganz schön unangenehm oder auch hilfreich sein. Von Cacia nach Aveiro muss/darf ich wieder für ein paar Kilometer auf den Highway. Aveiro ist schön an einem Kanal gelegen und hat eine tolle Altstadt. Unterkunft finde ich im Hotel Brasileiro. Kostet Euro 20,-- und ist von ähnlicher Bauweise wie jenes vom Vortag.

Anschliessend geht es zum Pizza essen, so was bekommt man zu Hause ja auch kaum. Dort lerne ich Ana kennen, die Aveiro zu Hause ist. Sie erzählt mir viel über Portugal, von der Geschichte und dem Korruptionsproblem. Die Autofahrer verhalten sich bis jetzt ok, sie fahren zwar einen südländischen Stil, halten aber Abstand. Radfahren scheint zwar in Portugal kein Volkssport zu sein, man wird aber relativ gut respektiert.

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