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Datum

16.12.2006

Etappe

Madrid(E) - Santiago de Chile(RCH) - Antofagasta(RCH)  

Distanz

30 km

Text

Der Flug dauert 12:30h, das ist wirklich anstrengend. Ich bekomme zwar eine Mütze voll Schlaf, in Santiago bin ich aber trotzdem ziemlich tot. Als nächstes folgt die chilenische Einreise. Langsam dämmert mir, dass mein Gepäck doch nicht bis Antofagasta durchreisen wird, denn eine Einreise ohne Gepäck gibt es ja eigentlich nicht.

So ist es auch. Zuerst bin ich einmal heilfroh, dass alle Gepäcksstücke da sind und den Grossteil der Anreise - zumindest optisch - gut überstanden haben. Ich muss ins 2. Geschoss des Flughafens und dort mein Gepäck erneut aufgeben, aber es gibt kein Problem mit dem Fahrrad.

Es geht wieder pünktlich los, der Flug in den Norden dauert Stunden und ich komme um 17h an. Wieder ist alles da, die grosse Frage ist, ob auch alles funtkionstüchtig und ist. Ich führe mein ganzes Gepäck in den letzten Winkel des Parkplatzes, um dort alles ungestört zusammenbauen zu können. Nach 1 Stunde gibt es grünes Licht, das Bike ist fahrbereit! Ich kann die 30km nach Antofagasta in Angriff nehmen.

Es war schon in Santiago nicht warm, auch hier im Atacama-Gebiet ist die Temperatur nicht so, wie man es sich von einem Wüstengebiet erwartet. Die Strasse nach Antofagasta ist gut, hat einen Seitenstreifen und auch die Autofahrer halten Abstand. Ich treffe schon auf die ersten Köter, die mir nachjagen, aber der Radfahrer ist halt ein Feindbild für gelangweilte Hunde (im nachhinein muss ich sagen, dass mich verfolgende Köter eher der Ausnahmefall waren. Herrenlose Hunde gibt es hier allerorts, meistens sind sie aber friedlich).

Die Atacama zeigt mir schon erstmals ihr Gesicht, links von der Fahrbahn sieht es unwirtlich braun aus. In der Nähe der Stadtgrenze beginnt sogar ein Radweg. Antofagasta selbst gefällt mir nicht, es ist hektisch und laut. Es folgt die erste Zimmersuche auf dieser Tour, dauert aber nicht lange, nachdem ich einen Taxler konsultiere. Das Ding kostet Euro 25,-- - das ist nicht wenig für Südamerika, ist aber vom Standard her durchaus mit Spanien oder Portugal vergleichbar.

Am Abend schaue ich noch in die City. Es gibt hier Unmengen von Supermärkten und Fastfood-Lokalen und man ist eindeutig im Weihnachtsfieber. Für den morgigen Tag kaufe ich noch Wasser ein, was das Zeugs hält. Um 22h hat es 22 Grad, aber man spürt sie eigentlich nicht.

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